Der weibliche Blick in der koranischen Geschichtserzählung

et. Was die Heilige Schrift des Korans auf intellektueller und spiritueller Ebene so interessant für jeden Leser macht, ist nicht nur die umfangreiche Anzahl der dort behandelten Themen, sondern auch die verschiedenen Ebenen von Narrationen. Eine Narration ist im Koran einer der komplexesten Bereiche, die einem Laien im Verlaufe seines Lesens der heiligen Schrift begegnen. Der Übergang von Ich, Er und die Form des pluralis majestatis «Wir» verläuft simultan in vielen Abschnitten im Text.

„Der weibliche Blick in der koranischen Geschichtserzählung“ weiterlesen

Zum Umgang mit Pluralität

ea. Saʿdī Širāzi war ein persisch-muslimischer Dichter und Mystiker des 13. Jahrhunderts, dessen zwei bekannte Werke Golestān (Rosengarten) und Būstān (Duftgarten) in der islamischen Tradition auf breite Resonanz gestossen sind und bis heute sowohl im islamisch geprägten Raum als auch in Europa rezipiert werden. Auf Grundquellen des Islam und seine Reiseerlebnisse durch diverse islamisch geprägte Länder bezugnehmend, kristallisiert Saʿdī Grundtugenden heraus, die er in prosaischer oder lyrischer Form in seinen zwei berühmten Werken darstellt. Das Werk Būstān, aus welchem die nachfolgende Geschichte wiedergegeben wird, ist in dessen Originalsprache durchgehend in lyrischer Form geschrieben und gibt in jeder Geschichte eine Handlungsmaxime an die Leserinnen und Leser weiter.

„Zum Umgang mit Pluralität“ weiterlesen

Die Moschee der Zukunft

aa. Ich laufe durch die historische Basler Altstadt, durchs “Glaibasel”. Passanten unterhalten sich entlang der Gasse. Gleich neben einer Beiz befindet sich eine Tür, ich öffne sie, ziehe meine Schuhe aus – was sonst, denn da steht “Schuhe bitte hier ausziehen” bevor ich auf den Teppich treten kann. Ich höre ein paar ältere Männer reden, trinken Tee am Eingang, ich begrüsse sie, laufe hinunter in die Frauenabteilung, es ist niemand da, ein schlichter leerer Raum mit einem Lavabo, zwei Spiegeln und vielen weisen Sprüchen auf veralteten DINA4-Blättern an Wänden und Türen – es herrscht Stille. Ich suche mir “meinen” Gebetsteppich mit den gelb-grünen Mustern, auf dem ich gerne bete und welcher mich während einer Phase meines Studiums durch dick und dünn begleitete. Gleich ertönt der Ruf zum Gebet, via Audiobox höre ich, wie das Gebet beginnt. Ruhe verbreitet sich in mir in diesem Kleinbasler Gebetsraum.

„Die Moschee der Zukunft“ weiterlesen

Integration durch Religion?

Integration durch Religion?

Veranstaltungshinweis für den 18.09.2018 – Weitere Informationen

Chancen und Grenzen der Anerkennung von Religionsgemeinschaften
Die religiöse Landschaft der Schweiz hat sich in den letzten Jahrzehnten markant verändert. Trotz zunehmender Säkularisierung ist aber Religion aus unserer Gesellschaft nicht verschwunden. Welche Rolle haben religiöse Gemeinschaften bei der Integration ihrer Mitglieder und Gruppen in die Gesellschaft? Tragen sie überhaupt dazu bei, Immigranten auf dem Weg zur Integration zu unterstützen, oder sind sie eher ein Hindernis und gefährden den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Und welche Rolle spielt die Frage der staatlichen Anerkennung? Überschätzen Politik und Öffentlichkeit den Einfluss religiöser Bindung nicht?
Gäste:
Regierungsrätin Jacqueline Fehr, Direktorin der Justiz und des Innern
Abduselam Halilovic, Gründungsmitglied des Young Swiss Muslim Network, Redakteur «islamica.ch» und Student der Islamwissenschaft
Dr. Daniel Kosch, Generalsekretär der Römisch-katholischen Zentralkonferenz
Prof. Dr. Antonius Liedhegener, Professor für Politik und Religion am Zentrum für Religion, Wirtschaft und Politik, Universität Luzern

Veranstaltungsort

Centrum 66, Hirschengraben 66, 8001 Zürich

Leitung

Hans-Peter von Däniken, Direktor Paulus Akademie
Kosten
CHF 25.— (inkl. Apéro); CHF 17.— für Mitglieder Gönnerverein, IV-Bezüger und mit KulturLegi. Studierende und Lernende gratis.
Anmeldeschluss
Montag, 10.09.2018

Weshalb Sprache (und sprechen) wichtig ist

Seit einigen Tagen steht mit islamica.ch nun unser Portal. Noch macht die Sache einen relativ kargen Eindruck. Wir sind aber fleissig daran, unser Gedankenkind mit Inhalten zu bestücken. Die passenden Begriffe des ökonomischen Neusprech wären in diesem Prozess “work in progress” und “learning by doing”.

Es lohnt sich bei so einem schreib- und sprachlastigen Projekt, gleich zu Beginn über die Rolle der Sprache und ihre Stellung zu reflektieren.

„Weshalb Sprache (und sprechen) wichtig ist“ weiterlesen